
Nachdem das Bistro "Waldeck" am 5. Januar dieses Jahres endgültig seine Tore für die Öffentlichkeit geschlossen hatte, wechselte der Schachclub BG 1980 Buchen für seinen donnerstäglichen Schachtreff von Januar bis März in die im vergangenen Herbst wiedereröffnete "Goldene Kanne" im Hotel "Prinz Carl". Dieser Umzug war von vornherein nur begrenzt gedacht und möglich. Nun hat man im Ristorante "Paganini", Kilgensmühle 3 (neben der Buchener Sport- und Spielhalle), ein neues Domizil gefunden. Der erste öffentliche Schachtreff hier wird am morgigen Donnerstag, 19. März, ab 19.30 Uhr sein.
Hier besteht für alle am Schachspiel interessierte Personen die Möglichkeit, in zwangloser Atmosphäre sich regelmäßig zu treffen, auch wenn man nicht Mitglied im Schachclub ist. Die Mannschaftskämpfe der ersten beiden Teams werden weiterhin im Saal "Baden-Württemberg" des Hotel "Prinz Carl" stattfinden, der für schachliche Verhältnisse außergewöhnlich gut ist und von allen gegnerischen Mannschaften immer wieder lobend erwähnt wird. So wurden hier schon Bundesliga- und Oberliga-Wettkämpfe gegen mit legendären Spielern gespickte Teams ausgerichtet - außerdem wurden hier drei internationale hochrangige Wertungsturniere gespielt. Die dritte und vierte Mannschaft haben weiterhin in den neuen Räumen des Burghardt-Gymnasiums ihren Austragungsort.
Ab 1980, dem Gründungsjahr des Schachclubs, war das Cafe "Röhrenbrunnen" der erste schul-externe Spielort der in der Anfangszeit der Gründung noch als "Schach-AG am Burghardt Gymnasium" in der Kreisklasse angetretenen Vierermannschaft. Das Cafe wurde damals von Gottfried und Sigrun Burger - den Eltern des heutigen Bürgermeisters Roland Burger - bis 1991 geführt (danach war es das "China Restaurant Fontana").1991 wechselte der Schachclub in das zu jener Zeit von der Familie Ponke betriebene Cafe "Waldeck", in dem an den Vereinsabenden über zehn Jahre lang freitags Vereins- und Stadtmeisterschaften mit nahezu 30 Teilnehmern ausgerichtet wurden, die regelmäßig unter der Schirmherrschaft der damaligen Bürgermeister Josef Frank und Achim Brötel standen. Im neuen Jahrtausend stießen mit Lukas und Florian Leis die beiden Söhne des "Schwanen"-Wirtes Stefan Leis zum Schachclub. Der schachbegeisterte Stefan Leis war dann bis zu seinem sehr frühen Tod 2015 nicht nur Hausfotograf des Schachclubs, sondern ließ die Schachspieler mit ihrem Stammtisch donnerstags auch in sein Lokal einziehen. Legendär waren im "Schwanen" auch die zahlreichen Meister- und Aufstiegsfeiern, die vom Clubmitglied Bernhard Greis organisiert und in der Regel von der Buchener Stadtkapelle im Hof des "Schwanen" musikalisch umrahmt wurden. Nach dem frühen Tod des äußerst beliebten Stefan Leis, dessen früher Tod nicht nur für den Schachclub ein herber Verlust war, gastierte der Schachclub nicht ganz zwei Jahre lang in der Pizzeria "Appennino" , ehe sich ein Kreis schloss und die Schachspieler von Christian Ullmer im neugestalteten Bistro "Waldeck" herzlich aufgenommen wurden und eine neue Heimat fanden. Das "Waldeck" war dann auch der treffliche Austragungsort für die im Frühsommer angesetzten, mittlerweile weithin traditionellen Gedächtnisturniere (zum Gedenken an die verstorbenen und engagierten Vereinsmitglieder Oliver Wiegand, Christian Melzer, Christoph Kahl und Dr. Ulrich Armasow). Der Schnappschuss entstand beim letzten Schachtreff in der "Goldenen Kanne".