
Dem Internationalen Meister Amadeus Eisenbeiser, seines Zeichens Spitzenspieler beim Schachclub BG Buchen, gelang beim 1. Walldorfer Open ein beeindruckender dritter Platz.
Der Zweitligist SV Walldorf - voran mit seinem unermüdlichen Frontmann Peter Schell -, startete ein fulminantes und bestens organisierte Turnier, das ein fester Bestandteil des süddeutschen Schach-Kalenders werden soll: 166 Teilnehmer aus zehn Schach-Föderationen kämpften in drei Stärkegruppen an vier Tagen in sieben Runden nach Schweizer System um Punkte. Herausragender und stark beobachteter Teilnehmer war der als "Wunderknabe" angekündigte Esat Tuna Turker. Er ist 15 Jahre alt, kommt aus der Türkei, spielt seit zwei Jahren Schach, lebt seit fünf Monaten in Deutschland, hat hierbei eine sensationelle Wertungszahl von 2460 verbucht und steht aktuell als Stammspieler im Zweitliga-Kader des Heilbronner SV.

IM Eisenbeiser kam in der mit 78 besetzten Teilnehmern A-Gruppe mit 5,5 Zählern auf den geteilten Platz zwei bis fünf, nach der Feinwertung war er Dritter. Sieger wurde mit nur einem halben Zähler Vorsprung der Walldorfer Neuzugang FM Julius Chittka, der jüngst vom Ratinger Schachklub 1950 zu den SAP-Städtern gewechselt ist. Zweiter wurde der Lokalmatador IM Adrian Gschnitzer (ELO 2455), der gerade von einem großen Turnier in Ungarn kam. Hinter IM Gschnitzer und IM Eisenbeiser landeten punktgleich, jedoch mit der schlechteren Feinwertung Veceslav Cofmann (SC Eppingen), IM Julius Muckle sowie David Färber (beide SV Walldorf). Danach folgte Esat Turker mit 5 Zählern auf dem siebten Rang. Er spielte jede Partie auf Gewinn, verlor dabei einmal und remisierte zwei Spiele.
IM Eisenbeiser startete das Turnier mit drei Siegen und spielte in Runde vier am Spitzenbrett gegen den favorisierten Esat Turker. In einer Kampfpartie über die volle Distanz war der Buchener leicht am Drücker, doch blieb die Stellung imner im Remisbereich. In der nächsten Runde musste sich der BGB`ler dem späteren Turniersieger Chittka in einer Kampfpartie geschlagen geben. Dennoch besaß IM Eisenbeiser am letzten Turniertag noch einmal die Kraft, auf Sieg zu spielen, und ihm gelangen gegen den jungen Danat Ayabayev (Kasachstan) und Dr. Andreas Gypser (SK 1912 Ludwigshafen) zwei ganze Punktgewinne.
Die Fotos stammen von Steffen Piechot, der Hauptschiedsrichter des Turniers war:
Bild 1: IM Amadeus Eisenbeiser bei seinem Sieg in Runde zwei.
Bild 2: IM Amadeus Eisenbeiser während seiner Remispartie in Runde vier gegen das türkische Jungtalent Esat Turker.
Bild 2: Hauptverantwortlicher und Vorsitzender des SV Walldorf. Peter Schell (v.l..n.re.) mit den drei Erstplatzierten IM Adrian Gschnitzer, FM Jukius Chittka (beide SV Walldorf) und IM Amadeus Eisenbeiser (SC BG Buchen).

Aus dem Schachbezirk Odenwald nahmen in der C-Gruppe (Wertungszahl unter 1700 und 33 Teilnehmer) noch die beiden Jugendspieler Bernhard Köbele und Wieland Weltin vom Mosbacher Schachclub teil. Hinter dem mit sechs Zählern siegenden Frank Weber (SV Altbach) belegte Köbele Rang zwölf mit vier Zählern, das entsprach etwa den Erwartungen, und Weltin Rang 19, der mit seiner Performance unter seiner Wertungszahl blieb .