Über Ostern (von Gründonnerstag bis Ostermontag) fand in der Karlsruher Schwazwaldhalle das weltgrößte Schachturnier  statt. In sechs Turnieren - A-C im Freestyle und A-C im klassischen Format - maßen sich über unglaubliche  3600 Teilnehmer in anstrengenden neun Runden nach Schweizer System - und darunter waren auch Lucas Mayer und Jens König vom Schachclub BG Buchen.

Lucas Mayer startete wie  Weltmeister Magnus Carlsen  und über 100 Großmeistern  im Freestyle A unter 310 Teilnehmern. Hier war  neben Masse auch absolute Weltklasse vertreten. Sieger wurde nach starker Leistungs Vincent Keymer,  Deutschlands derzeitige Nummer eins, vor dem Franzosen Maxime Vachier-Lagrave und Weltmeister Magnus Carlsen. Lucas Mayer stieg in diesem Turnier erst in der zweiten Runde am Karfreitagmorgen ein und kam auf ansprechende 3,5 Zähler (aus acht Partien). Damit verbesserte er seine internationale ELO-Zahl um elf Punkte auf gute 1978. Er hatte durchweg Gegner von ELO über 2000, ging mit Startrang 297 in den Wettberwerb und landete im Schlussklassement bei einer ELO-Performance von 2044 auf Rang 232. Sein stärkster Gegner war Max Bartelt (SF Brackel) mit ELO 2104, gegen den er verlor. Sein herausragendes Resultat war der Sieg gegen Alexander Mrotzeck (SV Hilden) mit ELO 2084.          

 

Jens König spielte im B-Open im klassischen  Format. Er erzielte 3,5 Zähler (aus neun Partien) und kam unter 1531 Teilnehmern  mit dem Startrang 678 am Ende auf Platz 1100. Er blieb dabei im erwarteten Rahmen und verlor unter dem Strich nur einen ELO-Punkt. Sein stärkster Gegner war der Franzose Pierre Nicolas (Iselles Chess Club) mit ELO 1941. Sein bestes Resultat war der Sieg gegen Johannes Huse (ELO 1821 von den Schachsportfreunden Bonn).  Das gesamte  Turnier  - es stand unter dem Motto "Masse neben Klasse in einem Raum" -  war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Erlebnis und wurde von den Medien gierig aufgenommen. Auch für ein Schachturnier verfolgten verhältnismäßig viele Zuschauer die Partien vor Ort und im Internet. Vor allem Weltmeister Magnus Carlsen war ein begehrtes Objekt der zahlreichen Fans.