Oberliga: Harterkämpfter 4,5:3,5-Erfolg in Freiburg PDF Drucken E-Mail
Schach - Spielbetrieb
Sonntag, 07. Februar 2010    

Martinstor in Freiburg

Mit einem harterkämpften 4,5:3,5-Erfolg beim Freiburger Traditionsverein und früheren Erstligisten SK Freiburg-Zähringen 1887 liegt der Schachclub BG Buchen mit jetzt neun Mannschaftspunkten auf Rang sechs von zehn Teams in der Oberligatabelle. Drei Spieltage vor Saisonende ist das aber noch lange keine Garantie für den Klassenerhalt, denn da aus der Zweiten Liga wohl kein badischer Verein absteigen wird, müssen unlogischwerweise drei Vereine die Oberliga verlassen. In diesem äußerst wahrscheinlichen Fall steigen neben den beiden Verbandsligameistern auch noch die jeweiligen Vizemeister auf.
IM Amadeus Eisenbeiser brachte die Odenwälder an Brett 2 in Führung, als er in Zeitnot und komplizierter Stellung gegen IM Georg Siegel die Übersicht und Nerven behielt. Es folgten zwei 

sichere und ungefährdete Unentschieden von Bernd Reinhardt (Brett 3) und FM Arndt Miltner (Brett 4). Bernd Reinhardt hatte seinen Gegner, den Schweizer Markus Räber, klar überspielt, doch war der Adelsheimer in Zeitnot, weshalb er in komplizierter Stellung das Remis anbot. Da nun noch vier Buchener Titelträger - und davon noch drei mit den weißen Steinen - spielten, schien nach etwa dreineinhalb Stunden die Sache klar zu Gunsten der Gäste gelaufen zu sein, aber der Wettkampf solle noch einmal hochdramatisch werden. Zwar gewann im Gyula Meszaros (Brett 7) dann auch überzeugend und schnörkellos, doch IM Dr. Tamas Erdelyi (Brett 8) schaffte trotz größerem Druckspiel und Zeitnot seines Gegners nur ein Unentschieden und GM Mihajlo Stojanovic am Spitzenbrett gegen den griechischen GM Spyridon Skembris und IM Tervel Serafmov (Brett 5) gegen FM Christof Herbrechtsmeier verloren gar noch. GM Stojanovic hatte bis zum 40. Zug eine große Druckstellung, ehe er in einer taktischen Abwicklung einen Bauern einstellte. Im danach folgenden Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern demonstrierte GM Skembris dann großes Schach, bis er nach nahezu sechs Stunden Spielzeit den vollen Punkt kassierte. GM Skembris ist Autor von Schach-Endspielen in Büchern und Schach-Zeitschriften und es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass diese Partie irgendwo auftauchen wird.
So blieb es dem schon eigentlich sehr früh auf Verlust stehenden Waldemar Schlötzer (Brett 6) vorbehalten, seine Partie mit viel Glück und Geschick zu wenden und den entscheidenden Big Point zu verbuchen. Dabei demonstrierte Waldemar Schlötzer in der Zeitnotphase großen Kampfgeist und auch Nervenstärke. Der volle Punkt war dann schon unter Dach und Fach, ehe GM Stojanovic am ersten Brett "zerlegt" wurde. Am 28. Februar empfängt BG Buchen dann den Bezirkskollegen Sfr Bad Mergentheim, der mit fünf Mannschaftspunkten derzeit auf einem Abstiegsplatz liegt.