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Taktik mit Tal - Auflösung

 

Szukszta, J. - Tal, M.

 

(Studentenolympiade Uppsala, 1956)

 

 

Nach dem letzten weißen Zug 14.Tad1? war Schwarz bereit und konnte zum entscheidenden Schlag auszuholen.

Stattdessen hätte Weiß nach dem eiskalten 14.Kxe3! Sg4+ 15.Ke2 Dxd4 16.Se4! noch weiterspielen können - die Mattdrohungen, eingeleitet durch Schachgebote auf e3 oder f2, sind beide gedeckt und Schwarz hat immerhin eine Qualität weniger. Dennoch bleibt es schwierig für Weiß.

 

Nach der Partiefortsetzung hingegen ging es schnell:

 

 

 

 

 

14...Sg4+! 15.fxg4 Lxd4 16.Txd4

- es drohten entscheidende Abzugsschachs, man musste nehmen.

 

16...Dxd4 17.Dd5 das ist noch eine wichtige weiße Verteidigungsressource, die man berechnen musste. Doch es geht weiter im Stile Tals:

 

(s. Diagramm rechts)


17...Te2+!!

 

18.Kxe2 Wieder das einzige 18...Lxg4+ 19.Ke1 Te8+ 20.Le2

 

 

Was nun? Es geht natürlich weiter, ein elegantes, aber entscheidendes Opfer beendet umgehend die Partie:

 

20...Txe2+! 0-1  

 

(s. nebenstehendes Diagramm)

 

Weiß hatte nur noch die Wahl neben Matt auf f2 nach 21.Kf1 Df2# oder 21.Sxe2 Dxd5 mit gewinnbringendem Materialvorteil. Zu Recht gab er daher auf.