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Und nun die Auflösung der letzten Wochenendaufgabe:

 

Jobava (2713) - Wojtaszek (2683)

(Khanty Mansyisk, Runde 3, 31.08.2011)

 

Die Stellung stammt aus der dritten Runde des World Chess Cup 2011, nach zwei Partien setzte sich der Georgier Baadur Jobava schließlich gegen seinen polnischen Gegner durch, hatte aber in der ersten Partie etwas Glück...

 

Schwarz am Zug gewinnt

 

So lautete die Forderung und in der Tat war ein studienartiger Gewinn möglich, den allerdings beide Spieler übersehen hatten.

 

 

 

In der Partie geschah 27...Kxg7?, 

wonach Weiß mit 28.Tg3+ Kf8

[23...Kh7? 24.Tg6!+-] 29.Df4! fortsetzte. Sxf1 30.Dh6+ Ke7 31.Tg7 Se3!? und nun sehen wir, dass sich ein Unentschieden nicht vermeiden lässt:

32.Txf7+ Kxf7 33.Dh7+ Kf8 34.Dh6+ und zwei Züge später erfolgte die Punkteteilung: 0,5 -0,5.

 

Wie wäre es nun besser gegangen?

 

 

 

 

 

 

Radoslaw Wojtaszek ließ folgende Kombination aus, beginnend aus der

Startstellung:

 

27...Sxf1! 28.Sxe8 Was sonst... 28...Tc1! Das und v.a. den nächsten Zug muss man erst mal finden. Wieder bleibt Weiß nichts Vernünftiges außer dem direkten Schlagen auf f6: 29.Sxf6+ und nun die Pointe 29...Dxf6!! 30.Dxf6 Sg3+ 31.Kf2 Se4+ -+

 

(s. großes Diagramm rechts)

 

Schwarz behält eine Mehrfigur und deckt auch noch den h5. Das Endspiel ist leicht gewonnen.