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Wochenendaufgabe Nr.72 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 18. Mai 2012     Geschrieben von: ws

Der ukrainische Problemkomponist Mikhail Zinar gilt als einer der ganzen großen Experten auf dem Feld der Bauernendspiele. Das zeigt auch nachfolgende  Studie, unsere aktuelle Wochenendaufgabe:

 

 

Mikhail Zinar (geb. 1951)

 

Weiß am Zug hält Remis!

 

Weiß hat zwei denkbare Königsrouten nach h7: über f6-g5-h6, was länger dauert, oder direkt über g7. Nach 1.Kg7 kommt natürlich 1...h5.

 

Kann man also ein Tempo verlieren und muss über f6 gehen oder geht es doch anders? Bei der Lösung sind einige Feinheiten, speziell im Bauernrennen, zu beachten. Und natürlich lässt in einer solchen Stellung auch Reti wieder grüßen!

 
Lösung Aufgabe Nr.71 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 15. Mai 2012     Geschrieben von: ws

Und nun (mit etwas Verspätung) die Auflösung der letzten Wochenenaufgabe:


Svidler, P. (2744) - Morozevich, A. (2765)


 

Wie setzte Weiß am Zug hier fort?

 

Nach 18...Kd7xc6 war es nun an Svidler, die einzige Fortsetzung zu finden:

 

19.0-0-0!! Die Drohung ist ja bekanntlich immer stärker als die Ausführung!

 

Das einfache Schachgebot 19.Le4+? kommt auch in Betracht, doch nach 19...Kb6 hängt zuviel Material bei Weiß. Nachdem die Dame von h8 gezogen hat, z.B. 20.Dh7, folgt 20...Lxe5 und nun sieht es düster aus: 21.0-0? scheitert an 21...Th8! und KO auf h2, doch sonst muss der weiße König in der Brettmitte bleiben und ist weiteren Angriffen ausgesetzt. Weiß steht hier klar auf Verlust.

 

19...Lxe5

19...Txh8 führt bei bestem beidseitigen Spiel lediglich zu Zugumstellung: 20.Le4+ Kb6 21.Txd8 Lxe5 (21...Txd8?! 22.Lxf6 Le6 23.Lxa8 Txa8 24.Le5 mit weißem Vorteil) 22.Txh8 Lf4+ 23.Kc2 Lb7!= mit dem minimalen Unterschied, dass der König nun auf b6 statt auf c7, wie in der Partiefortsetzung, steht.

 

20.Le4+ Kc7 21.Txd8 Txh8 22.Txh8 Lf4+!

Das ist wichtig, Schwarz wird mit diesem ärgerlichen Schach und seinem nächsten Zug die eingebüßte Qualität zurückerobern.

 

23.Kc2 23.Kd1? ist natürlich verboten wegen des Abzugsschachs 23...Lg4+

 

23...Lb7!

(s. Diagramm rechts)

 

Das ist letztlich einfach ein Doppelangriff, Turm und Läufer bei Weiß hängen, wobei 24.Txa8? am "Zwischenschlagen" 24...Lxe4+ und 25...Lxa8 scheitert, wonach Schwarz sogar Materialvorteil hätte.

 

 

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Monatsblitzturnier Mai: Felix Hefner knapper Sieger PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 15. Mai 2012     Geschrieben von: eb

Am Monatsblitzturnier Mai der Schach-AG am Burghardt-Gymnasium beteiligten sich 14 Schüler. Sieger wurde mit 8,5 Zählern (aus 10 Runden) zwar erneut Felix Hefner (BGB), jedoch war die Angelegenheit dieses Mal nicht so eindeutig wie sonst, denn Felix Hefner gab eineinhalb Zähler ab und verwies Mika Trunk (Jakob-Mayer-GS) mit 8 Zählern nur knapp auf den zweiten Platz. Dritter wurde Jan Riedl (RS Walldürn) mit 7,5 Zählern. Weitere Spitzenplätze belegten die punktgleichen Dominik Linsler und Manuel Grimm (beide BGB) vor Amadeus Matz (GS Mudau),  Kevin Kirchgessner , Maximilian von Wedel und Marc Ellenberger (alle BGB).

 

 

Die Rangliste findet ihr hier

 
3. Spieltag Baden-Württemberg U20-Liga: Hohe Niederlage für Buchen / Verspätung wegen Stau PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 13. Mai 2012     Geschrieben von: eb

Am dritten Spieltag der Baden-Württemberg U20-Liga bezog die Nachwuchsvertretung des SC BG Buchen bei den SC Heitersheim eine deutliche 0,5:5,5-Niederlage. Hinzugefügt werden muss aber, dass die Buchener nur zu fünft antraten, im Stau steckenblieben und mit einer Stunde Bedenkzeitverlust den Kampf aufnahmen. Die Buchener fuhren um 10.15 zu Hause ab. Das Navi zeigt 2.45 Stunden an, was bei Spielbeginn 14 Uhr einen Puffer von nahezu einer Stunde bedeutet hätte. Die Fahrt dauerte wegen eines Staus auf Grund eines LKW-Unfalls dann allerdings nahezu fünf Stunden (!).
Die Bereitschaft, trotzdem noch zu spielen,   war natürlich von den Heitersheimern einerseits sehr fair - nach den Turnierregeln wäre der Kampf wegen des Zuspätkommens verloren gewesen , aber andererseits war die sportliche Chance mit einer Stunde Bedenkzeitrückstand sehr gering, so dass es auch nur Jakob Schuhmacher mit Schwarz  an Brett 2 gelang, ein Unentschieden gegen Philipp Winter (DWZ 1835) zu erreichen. Felix Hefner (für ihn machte sich die fehlende Bedenkzeit besonders ärgerlich bemerkbar, denn er hatte gewinnträchtigen materiellen Vorteil), Philipp Walch, Mannschaftsführer Rainer Bäuerle und Thorsten Keller verloren ihre Partien.

Damit rutschte der SC BG Buchen mit 2:4-Mannschaftspunkten auf den sechsten Tabellenplatz unter acht Mannschaften ab.  

 
Wochenendaufgabe Nr.71 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. Mai 2012     Geschrieben von: ws

Vor rund einem Monat kam es beim "Russian Team Championship" in Sochi zu einer bemerkenswerten Begegnung zwischen den beiden Top-GMs Peter Svidler und Alexander Morozevich, mit der wir uns in der aktuellen Wochenendaufgabe beschäftigen wollen:


Svidler, P. (2744) - Morozevich, A. (2765)


(RUS Team ch (5), 13.04.2012)

 

1.Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 d5 4.d4 Le7 5.Lf4 0-0 6.a3 b6 7.cxd5 Sxd5 8.Sxd5 exd5 9.Dc2 c5 10.dxc5 bxc5 11.e4 dxe4!?N Die erste Neuerung, wonach sich die Partie in ganz wilde Fahrwasser begibt. Eine Vorgängerpartie Wojtaszek (2721) - Roiz (2660) (Lublin 2011) verlief nach 11...d4 weniger dramatisch.

 

12.Dxe4 Te8 Der Turm auf a8 war nicht mehr zu halten, doch Schwarz spekuliert auf den weißen König, der noch immer in der Brettmitte verweilt.

 

13.Ld3!? Nach 13.Dxa8 ergeben sich unglaubliche Komplikationen, auf deren Berechnungen hier nicht genauer eingegangen werden soll. Hier kann man sicher guten Gewissens eine Engine zu Rate ziehen... Vermutlich gewinnt Weiß nach der Annahme des Turmopfers, doch Svidler sei dank dürfen wir im folgenden einen hochspannenden Kampf miterleben!

 

13...Lf6 14.Se5 Den Kommentatoren zufolge musste Svidler bereits hier und eigentlich schon bei 13.Ld3!? den folgenden Schlagabtausch vorausgesehen haben, sprich die Fortsetzung, nach der in der Diagrammstellung gefragt ist (und m.E. fast noch weiter!)

 

14...Sc6!? Auch sehr interessant gespielt, ebenfalls in Betracht kam hier  14...Lf5! 15.Dxf5 (15.Dxa8? Dxd3!) 15...g6! (ein wichtiger Zwischenzug) 16.De4 Sd7! 17.0-0 Lxe5 18.Lxe5 Txe5=

 

15.Dxh7+ Die Jagd beginnt, man wird sich aber noch fragen, wer hier eigentlich wen jagt. 

15...Kf8 16.Dh8+ Ke7

 

17.Sxc6+

(s. kleines Diagramm links)

 

Was für ein Bild und was für taktische Motive treten hier in Kraft: die hängende Dame auf h8, Gabelschach auf c6, Abzugsschach des Königs usw. 17...Kd7+! 18.Le5! Wiederum der einzige, nach z.B. 18.Kd2? Kxc6 19.Dh5 La6-+ bricht die weiße Stellung auseinander.

 

 

18...Kxc6

 

(s. großes Diagramm)

 

Nach einer etwas längeren, aber dafür umso interessanteren Hinführung sind wir schließlich am entscheidenden Punkt angelangt:

 

Wie setzte Weiß am Zug hier fort?

 

Wie schon weiter oben gesagt, musste Svidler schon viel früher das kommende Abspiel berechnet haben, ehe er sich zu dem zweischneidigen 13.Ld3!? entschied.

 

Beide Seiten fanden übrigens jeweils die stärksten Züge und so stand am Ende ein Unentschieden zu Buche. Den Rest der Partie gibt es dann bei der Lösung.

 

Bis dahin viel Vergnügen beim Analysieren dieser atemberaubenden Stellung!

 
Saisonabschluss: Zwei Niederlagen für BGB-Teams PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 03. Mai 2012     Geschrieben von: eb

Lediglich die zweite und dritte Mannschaft des Schachclubs BG Buchen mussten zum Saisonabschluss noch einmal antreten und bezogen jeweils Niederlagen. Besonders bitter ist das natürlich für BG Buchen II in der Landesliga Heidelberg/Odenwald, die während der gesamten Saison Tabellenführer und auf Aufstiegskurs war, mit der verdienten 2,5:5,5-Niederlage beim SC Mosbach diesem den Vortritt lassen musste und die Vizemeisterschaft errang. 3,5:4,5 hätten die Buchener ihr Gastspiel in der Kreisstadt verlieren dürfen, doch die beiden Niederlagen von Bernhard Greis (Brett 6) und Karlheinz Eisenbeiser (Brett 7) ließen den Rückstand zu groß und uneinholbar werden. Mit einem sicheren Remis von Patrick Schleißinger (Brett 8) hatte der Wettkampf hoffnungsvoll begonnen. Den einzigen Erfolg verbuchte IM Gyula Meszaros am Spitzenbrett, wo er sich nach taktisch spannendem Verlauf gegen Mosbachs Spitzebnmann Mark Piekors durchsetzte. Hinzu kamen noch die Unentschieden von Matthias Gehrig (Brett 3) gegen Dr. Andreas Schnirch und Manuel Töws (Brett 4), der nach gutem Beginn gegen Frank Zimmer letztendlich zu einem glücklichen Unentschieden kam. Schließlich bezogen auch noch IM dr. Tamas Erdelyi (Brett 2) gegen FM Mattias Müller und Jakob Schuhmacher (Brett 5) gegen Markus Schwab Niederlagen, so dass die Aufstiegshoffnungen auf der Zielgeraden begraben wurden.
BG Buchen III verabschiedete sich als Schlusslicht in der Bereichsklasse Heidelberg/Odenwald mit einer 1,5:6,5-Niederlage gegen den klar favorisierten Tabellenzweiten SF Baiertal-Schatthausen, wobei drei Unentschieden verbucht wurden. Diese Punkteteilungen waren aber große Leistungen, denn die Gegner waren jeweils nominell eindeutig höher eingestuft: Philipp Walch mit DWZ 1474 (Brett 3) gegen Andreas Rein (DWZ 1944), Christoph Kahl mit DWZ 1358 (Brett 5) gegen Wolfgang Richter (DWZ 1909) und Rainer Bäuerle mit DWZ 1173 an Brett 6 gegen Abderrahiem Al Salahi (DWZ 1695). Felix Hefner, Rolf Matzke, Peter Stumpf und Klaus Kolb verloren ihre Partien, das Brett 8 wurde kampflos abgegeben.

 
Monatsblitzturnier April: Felix Hefner eindeutiger Sieger PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 02. Mai 2012     Geschrieben von: eb

Das Monatsblitzturnier April in der Schach-AG am Burghardt-Gymnasium war eine eindeutige Angelegenheit für Felix Hefner (BGB), der sich unter 16 Teilnehmern nach zehn Runden verlustpunktfrei mit eineinhalb Zählern Vorsprung vor Rainer Bäuerle (BGB) durchsetzte. Dritter wurde Jan Riedl (Realschule Walldürn), der auf 7 Zähler kam. Die übrigen Spitzenplätze belegten David Brötel, Manuel Grimm (beide BGB), Lukas Leis (Realschule Buchen), Maximilian von Wedel (BGB), Mika Trunk (Jakob-Mayer-Grundschule) und Dominik Linsler (BGB).

 

 

Die Rangliste findet ihr hier

 
Lösung Aufgabe Nr.70 PDF Drucken E-Mail
Montag, 30. April 2012     Geschrieben von: ws

Bei der aktuellen Wochenendaufgabe hatten wir es mit zwei mehr oder minder taktischen Stellungen zu tun, in denen beide Male etwas Schachphantasie gefragt war.

 

Stellung 1:

 

Schlosser - Kantschew

(corr. 1967)

 

Weiß am Zug gewinnt

 

1.Lxf7! Der erste Schlag, natürlich muss man den schwarzen König irgendwie ins Freie locken. Dessen Antwortmöglichkeiten sind limitiert auf 1...Kxf7 Was nun? Schachgebote wie 2.Dh5+? liegen nahe, aber das beispielsweise erlaubt die Verteidigung 2...g6!-+ und Schwarz gewinnt sogar, da die weiße Fortsetzung fehlt.

Wer hier statt des forcierten Textzuges die Keule 2.Sde6! gefunden hat, darf sich getrost auf die Schulter klopfen - danach steht Weiß nämlich auf gewonnenem Posten. Doch ein anderer Hammer entscheidet die Partie umgehend:

 

2.Txg7+!!

 

(s. Diagramm rechts)

 

Forciert ein Matt in 9 Zügen! Schauen wir uns an, wie das geht:

 

2...Kxg7

2...Lxg7 beschleunigt die Dinge:

3.Dh5+! (jetzt gibt es keinen lästigen g-Bauern mehr, der sich dazwischenstellt) 3...Kf8 4.Sce6+ dxe6 5.Sxe6# bzw. 3...Kf6 4.Df5#

 

3.Dg4+! Kf7 4.Dh5+ Kg7 5.Sf5+ Kf6 6.Lg5+! Ke5 (oder 6...Kxf5 7.Lh4+ Kf4 8.Lg3#) 7.Sd3+ Kd5 8.Df7+ e6 9.Se3+ Kd4 10.Df4+ Le4 11.De5#

 

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Wochenendaufgabe Nr.70 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 28. April 2012     Geschrieben von: ws

Stellung 1:

 

Schlosser - Kantschew

(corr. 1967)

 

Weiß am Zug gewinnt

 

Der weiße Entwicklungsvorsprung ist überwältigend. Doch welche Zugreihenfolge bringt den Sieg? Es gibt nur eine wirklich überzeugende Lösung für dieses Problem. Und natürlich hat es etwas mit dem unterentwickelten schwarzen Königsflügel zu tun.

 

 

 

 

Stellung 2:

 

Aljechin - Chajes

(Karlsbad 1923)

 

Weiß am Zug gewinnt


Wieder steht der Weiße sehr dominant, es ergeben sich einige Möglichkeiten, auf der 7. und 8. Reihe zu operieren und in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln.

 

Doch Aljechin, der 4. Weltmeister der Schachgeschichte, machte seinem Ruf alle Ehre und fand eine sehr viel deutlichere (und kreativere!) Lösung.

 
Karlheinz Eisenbeiser besucht 12. Bangkok Chess Open PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. April 2012     Geschrieben von: eb

PICT0092.JPGNachdem Karlheinz Eisenbeiser bereits im vergangenen Jahr Thailand und den Bangkok Chess Club besuchte hatte, erhielt der Vorsitzende des SC BG Buchen in diesem Jahr eine Einladung zum "12. Bangkok Chess Club Open 2012", einem neunrundigen Weltklasseturnier mit neun Runden nach Schweizer System, das im Ballsaal des Bangkoker Nobel-Fünf-Sterne-Hotel Dusit Thani über die Bühne ging. 144 Teilnehmer aus 38 Nationen, vornehmlich aus asiatischen Ländern, gingen im A-Turnier unter Turnierbedingungen an den Start, von denen man in Europa nur träumen kann. Vor Turnierbeginn wurde Karlheinz Eisenbeiser offiziell von Kai Tuorila, dem Vorsitzenden des Bangkoker Chess Club, begrüßt und es wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Sieger des Turniers wurde der englische Weltklasse-Großmeister Nigel Short mit 8 Zählern vor den Großmeistern Amonatov (Tadschikistan), Nguyen (Vietnam) und Iha (Indien) mit jeweils 7 Zählern. Da der  Buchener aus beruflichen nur in fünf von den neun Runden vor Ort war, spielte die sportliche Seite bzw. die Teilnahme  nicht die wichtigste Rolle. Neben dem deutschen Nationalspieler Jan Gustafsson war die amtierende Damenweltmeisterin Yifan Hou aus China eine herausragende Teilnehmerin. Die auf dem 14. Rang einkommende 19-Jährige, die auch schon den Männergroßmeistertitel besitzt, lernte Karlheinz Eisenbeiser als unkomplizierte Person ohne Starallüren kennen.
Daneben stellte der Buchener Kontakte mit den Vorsitzenden der Schachverbände aus Malaysia, Singapur und den Philippinen her, die in großer Zahl mit ihren Jugend-Nationalmannschaften anwesend waren und sich äußerst interessiert an europäischen Lehrmethoden zeigten. Aber auch das außerschachliche Programm war etwas ganz Besonderes. So feierten die Thailänder während des Turniers das dreitägige Neujahrsfest, den Songkran, der die etwas kühlere Regenphase einläutete und mit einem wahren Wasserspritzfestival auf den Straßen der Metropole gefeiert wurde. An einem der drei Abende nahm der Buchener an einem Festessen mit einer Prinzessin der königlichen Rama-Famile teil, die sich in angeregten Gesprächen sehr interessiert zeigte. Zum Festprogramm gehörte auch ein Konzert von Tewanatan, dem wohl bekanntesten Jazz-Saxophonisten Thailands, der eine Musik-Professur an der Bangkoker Thammasat-Universität besitzt und großes Interesse hat, in Europa zu konzertieren. Unter den vielen außergewöhnlichen kulturellen Angeboten ragte ein ganztägiger Besuch im abgelegenen  buddhistischen Kloster Wat Badhi heraus, wo Eisenbeiser den deutschen Kloster-Novizen Clemens aus Köln kennenlernte, der ihn offen und ohne Vorbehalte den gesamten mönchischen Tagesablauf miterleben ließ. Karlheinz Eisenbeiser verließ Thailand mit vielen tiefen Eindrücken, in der Hoffnung, dass die Kontakte bestehen bleiben und intensiviert werden können.

 

Das Bild zeigt die amtierende Weltmeisterin Yifan Hou, die den Großmeistertitel der Männer besitzt und gerade von den chinesischen Meisterschaften in Xinghua gekommen war, wo sie bei den Männern einen vorderen Platz belegt hatte.  Foto Matthias Kern

 
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